DIE KUNST DER NATUR
In einem aufwändigen Prozess werden zarte Scheiben von Karotten, Radieschen oder anderen Wurzeln zu Objekten verarbeitet.
Die Künstlerin Sabine Handschuck verändert das Ausgangsmaterial, die Wurzel (radix) von Grund auf (radikal). Im Prozess der Bearbeitung entstehen grobe, zarte, spröde, krause, reliefartige Werke.
Einige Blätter lassen Figürliches erahnen, jede Arbeit lässt ihre
ursprüngliche organische Struktur erkennen. Je nach Ausgangsmaterial entwickeln die Papiere einen sehr unterschiedlichen Charakter.
Sie regen zur Reflexion über Vielfalt, Wandlung und Vergänglichkeit an und ermöglichen freie Assoziationen.
Biografie
Im Ruhrgebiet aufgewachsen, erlebte Sabine Handschuck in ihrer Kindheit die Faszination von Natur im Kontrast zur Industriekultur. Sie studierte Sozial- und Theaterpädagogik und promovierte in Interkultureller Pädagogik, arbeitete am Theater, in der Verwaltung und ist Mitbegründerin eines Instituts für Interkulturelle Qualitätsentwicklung.
Von ihr erschienen mehrere Fachbücher zum Thema Interkulturelle Kommunikation. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit schloss sie sich seint 2011 der Malgruppe "Meisterklasse" an, geleitet vom Maler Hans Mayrhofer. In Kursen der Künstlerin Beatriz von Eidlitz lernte sie Papier zu schöpfen. Während der Corona Pandemie begann sie mit der Herstellung von Papierobjekten aus Wurzeln und experimentiert seitdem mit deren künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten.